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DIE TECHNIK DER DAMPFBOOTE!

Die Dampfboote sind zum Teil historische Originale aus der Jahrhundertwende, andere wiederum in aufwändiger Kleinarbeit dem Original nachempfundene Replikate. Sie sind zwischen 5m und bis ca 12m lang und werden von Dampfmaschinen mit einer Leistung zwischen 2 und 10 PS angetrieben.

Je nach dem persönlichen Geschmack des Eigners werden Einzylinder - oder Mehrzylinder- , Einfach- oder Verbundmaschinen bevorzugt. Wegen des hohen Drehmoments von Dampfmaschinen, schon bei geringen Drehzahlen, genügen diese Leistungen um mit den Booten mühelos die sogenannte Rumpfgeschwindigkeit dieser Verdrängerboote zu erreichen. Je nach Bootslänge und Bootsgewicht liegt die Maximalgeschwindigkeit zwischen 4 und 8 Knoten. Dies entspricht circa 7 bis 14 km/h.

DARSTELLUNG EINER DAMPFMASCHINE

GET QUICKTIMEZur Ansicht benötigen Sie Quicktime. Dieses Plug-in können Sie direkt beim Hersteller Apple Computer Inc. kostenlos herunterladen.

Der benötigte Dampf wird bei circa 10 bar Überdruck in einem Dampfkessel erzeugt. Dazu werden Rauchrohr- oder Wasserrohrkessel betrieben. Der Rauchrohrkessel ist wegen seines großen Wasserinhaltes leicht zu beherrschen und wird deshalb als gutmütig bezeichnet. Allerdings ist er schwer und benötigt lange Aufheizzeiten. Bei diesen Kesseln werden die heißen Abgase der Feuerung durch Rohre geleitet, die vom Wasser des Kessels umspült werden. Beim leichteren Wasserrohrkessel ist das Prinzip umgekehrt. Hier werden die wassergefüllten Rohre wie bei einer Heiztherme von den Verbrennungsgasen umströmt und erhitzt.

In allen Booten wird die Dampfanlage über Kondensation betrieben, was bedeutet, dass der Abdampf am Ausgang der Dampfmaschine in einen Kondensator geleitet wird, dort kondensiert der Restdampf. Dieses Kondensat wird mit Hilfe einer Vakuumpumpe in den Kreislauf zurückgepumpt. Es entstehen praktisch keine Verluste. Oft wird mit dieser Restwärme, die im Abdampf noch enthalten ist, das Speisewasser über einen Wärmetauscher vorgewärmt.

Gefeuert wird meist mit trockenem Hartholz, mit Kohle oder Koks und vereinzelt auch mit Öl, ganz selten mit Gas. Die hohe Verbrennungstemperatur gewährleistet eine umweltfreundliche Verbrennung. Angetrieben von der Maschine wird üblicherweise eine Schraube, seltener findet man Schaufelräder als Heck- oder Seitenantrieb.

Der Rumpf der Boote selbst besteht aus Vollholz oder Sperrholz, manche aus Kunststoff, seltener aus Stahl oder Aluminium. Die klassische Form ist die Verdrängerschale möglichst in Rundspantbauweise. Die Kunststoffschalen sind ebenfalls den klassischen Formen nachgebaut und ermöglichen eine Reduzierung des Gewichts.

Viele der Dampfboote sind offene Boote (Schönwetterboote), andere haben eine Vorschiffkajüte oder eine Ganzkajüte, einige lediglich ein auf Stangen ruhendes Dach.

Die unterschiedlichen Bauarten sind sehr schön auf den Fotos zu erkennen, die unter der Rubrik „Rückblicke“ zu finden sind.

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